Ist das Leben wirklich unfair?

Ich glaube, es gibt nicht viele Dinge im Leben, die so schmerzvoll sind wie unfair behandelt zu werden. Man möchte nicht benachteiligt werden, man möchte gerecht bezahlt werden und vor allem man möchte dieselben Chancen erhalten wie alle anderen. Wenn man allerdings sich umschaut, hat man schnell das Gefühl, dass diese Welt alles andere als fair ist. Im Gegenteil, man denkt schnell, dass alles ungerecht ist. Und das Skurrilste an der ganzen Sache ist, dass sich alle Menschen in allen Schichten so fühlen.

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Fragen, die wir uns alle stellen

Ist das Leben wirklich unfair? Oder bekommt jeder Mensch wirklich genau das, was er verdient? Ist das Verhältnis von erbrachter Leistung und erhaltener Gegenleistung wirklich fair? Jeder von uns hat schon mal den Spruch gehört „Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied“ aber ist das wirklich so? Kann man sein eigenes Glück formen und vermehren? Bekommt jeder Mensch auf dieser Erde bei der Geburt die selbe Menge Glück oder ist das Verhältnis nicht ganz fair aufgeteilt?

Glück hat nichts mit Zufall zu tun

Gary Player, ein berühmter Golfspieler, sagte bei einem seiner Interviews „Je mehr ich trainiere, desto mehr Glück habe ich auf der Runde.“ Ich muss gestehen, so einfach dieser Spruch auch klingen mag, es braucht seine Zeit, um ihn wirklich zu verstehen. Um noch mal zu unserem Thema zu kommen. Wieso ist Gary Player zum Beispiel ein erfolgreicher Golfer und ich nicht? Ist das fair? Wieso sind andere Menschen talentierter in gewissen Dingen als wir? Wenn man sich erfolgreiche oder glückliche Menschen ansieht, kommt schnell der Gedanke auf „Wieso ist dieser Mensch erfolgreicher als ich, das ist doch nicht fair?“. Diese und ähnliche Fragen stellen wir uns meistens sofort. Was wir allerdings nicht tun, ist uns zu fragen, was diese Menschen geleistet haben, um dahin zu kommen, wo sie heute sind.

Wenn wir uns in der Welt umschauen, erscheint uns vieles nicht als fair. Das liegt zum Teil daran, dass wir uns mit denen vergleichen, die mehr von dem besitzen, von dem wir mehr haben möchten. Wir sehen meistens nicht nach unten, also zu den Menschen, die weniger davon haben als wir. Und zum Teil liegt es immer daran, dass wir nur Momentaufnahmen sehen und dies ist meistens das Ende, also das Ergebnis. Ein kleines Beispiel: Es ist ein toller Tag und wir sitzen mit Freunden im Café und genießen den schönen Tag mit einem kühlen Bier. Plötzlich kommt ein sehr teuerer roter Sportwagen angefahren, der genau vor uns parkt. Es steigt ein gut aussehender, sportlicher, stattlich gebauter Mann und seine junge bildhübsche Freundin aus. Am Arm hat er eine unerhört teure Uhr, seine Kleidung ist vom Designer. An Erfolg und Geld fehlt es ihm sicherlich auch nicht. Genau in solchen Momenten kommt meist der Gedanke auf, dass das Leben nicht fair ist. Wir sehen nämlich meist nur die Resultate und nicht die Arbeit, die dahinter steckt.

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Wir wissen nicht, dass dieser junge Mann seit über zehn Jahren vier Mal die Woche ins Fitnessstudio geht. Wir wissen auch nicht, dass der Mann seine Ernährung genau plant, um diesen sportlichen Körper zu erhalten. Wir wissen auch nicht, dass er meist der Erste auf der Arbeit ist und der Letzte, der geht. Dass er einen genauen Karriereplan besitzt und diesen jeden Tag aufs Neue verfolgt und immer wieder seinen Weg neu auf seine Ziele auslegt. Wir wissen nicht, dass der junge Mann all sein Geld gespart hat, sich in seiner Freizeit sich über Finanzthemen weitergebildet hat, um somit sein Erspartes richtig anzulegen. All das und noch mehr sehen wir in solchen Momenten nicht. Wir sehen einfach nur das Ergebnis und eine Momentaufnahme und empfinden es als nicht fair.

Wie das Leben fairer wird

Wenn man vom Leben fairer behandelt werden möchten, dann muss man schon das Gesamtbild betrachten und nicht nur den Teil, den man gerne sehen will. Man darf nicht nur nach oben zu den Bessergestellten sehen, sondern auch nach unten zu den Menschen, den es schlechter geht. Man darf das Leben oder die Umstände nicht nur auf Geld, Macht, Ruhm und Glamour begrenzen. Sondern muss jeden Aspekt mit einbeziehen wie zum Beispiel auch Gesundheit, Freundschaft, Familie, eigene Talente, eigene Umstände, die eventuell auch nicht jeder hat. Es muss einem klar sein, dass Geld allein nicht glücklich macht. Was bringt einem der ganze Ruhm und Glamour, wenn man keine Familie oder Freunde hat, mit denen man es teilen kann. Was bringt einem ein ganz dickes Konto, wenn man schwer krank ist und nicht die Zeit hat, es zu genießen.

Also wenn du möchtest das, dass Leben fairer wird dann musst du auch was dafür tun. Das Leben wird dir Morgen keine E-Mail Bestätigung senden mit der Info das ab sofort alles fairer abläuft. Du hast die Möglichkeit deine Umstände zu verändern und zu optimieren. Nutze die Möglichkeiten die du hast und hänge dich nicht zu sehr an dem auf wo du benachteiligt bist. Stärke deine Talente und schenke deinen Schwächen nicht so viel beachtung. Du bist der Schiedsrichter deines Lebens. Du kannst entweder für dich pfeifen oder gegen dich.

Das Leben ist nicht unfair!

Selbstverständlich wird es immer Ausnahmen geben, die die Regel bestätigen. Diese Ausnahmen werden auch nie verschwinden. Klar wird man auch mal bei einer Beförderung übergangen. Selbstverständlich werden Sie auch mal bei einer wichtigen Entscheidung zu unrecht bevorzugt (Nennen Sie es Glück, wenn Sie möchten). Aber im Großen und Ganzen werden SIe schnell erkennnen, vorausgesetzt Sie schauen genau hin und in alle Richtungen, dass das Leben fair ist und jeder bekommt früher oder später das, was er verdient.

Wenn einer mehr besitzt oder weiter ist als wir, dann hat er sicherlich auch schon mehr geleistet als wir. Klar kann es sein, dass er auch andere Startbedingungen im Leben hatte, aber glauben Sie mir, selbst wenn er bessere Startbedingungen hatte, dann hat er in anderen Bereichen wieder Nachteile Ihnen gegenüber. Somit kann man sagen, dass nichts auf der Welt zufällig ist und das die Große Macht, die alles zusammenhält alles absolut fair aufgeteilt hat. Auch wenn wir das meistens gar nicht im vollen Umfang begreifen können.

Fazit

Das Leben scheint oft unfair zu sein, leider kommt es uns allerdings nur so vor, weil wir nur einen winzigen Teil betrachten und nicht das große Ganze.

Meiner Meinung und Erfahrung nach bekommt wirklich jeder früher oder später das, was er verdient. Jeder Schweißtropfen wird bezahlt und jede Faulheit früher oder später bestraft.

Wenn man seine Ziele klar vor Augen hat und diese mit eiserner Disziplin verfolgt, wird man diese Ziele auch erreichen. Klar wird man mal stürzen und an seine Grenzen kommen (lese hierzu auch meinen Artikel „Warum Aufgeben nicht gleich Aufgeben ist“) aber das Glück ist immer auf der Seite der Fleißigen. Und der Zufall wird immer dem begegnen, der vorbereitet ist.

Somit kann man abschließend sagen, das Leben ist fair. Man muss nur genau hinschauen, dann erkennt man es auch.

Ich hoffe, mein Artikel hat Ihnen gefallen und Sie besuchen meine Seite bald wieder.

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Beste Grüße, Ihr Ümit Kocyigit

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5 Kommentare zu „Ist das Leben wirklich unfair?

  1. Vielen Dank Ümet für deinen Beitrag… POSITIV, zu denken und seinen wahren Zielen und Vorstellungen zu folgen, ist heute bzw zu unserer Zeit, der Zeit in der sich Universal viel verändert und uns in eine neue schwierigere EPOCHE UND NEUE ZEIT führt, nicht einfach…. Es ist eine unsichere und unbeständige Zeit die sich weltweit im macro kosmos und im micro kosmos, individuell als auch kollektiv breit macht und sich Spiegelt…. Für mich persönlich ein erschreckender Wandel im Miteinander, und im Füreinander…. Leben!!! Das ist für mich das wichtigste auch zu überleben…. CHANCEN GLEICHHEIT, ein Begriff den es praktisch weltweit nie geben wird… Seit jeher stimmt auch der Satz Geld regiert die Welt…. Und die reichsten und mächtigsten dieser Welt führen noch immer… Nur verstärkt im Hintergrund…. Und wir sind die Knechte, die Arbeiter die Auszuführen haben, was da von oben geführt wird…..

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  2. Aber nichts desto trotz können wir noch ein bisschen Selbstbestimmen und uns durch unsere Kreativität und die freie Zeit Gedanken machen, was denn unser Weg – unsere Bestimmung ist, wohin will Ich gehen, was will ich überhaupt, was nicht…????

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  3. Da muss ich dir leider widersprechen.
    Es ist eine weit verbreitete Lüge, dass jeder das bekommt was er verdient.
    Sie dient dazu, dass wir am Leben nicht verzweifeln.
    Aber: Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, muss sich eingestehen, dass es keine ausgleichende Gerechtigkeit gibt.
    Das Glück ist sehr ungleichmäßig verteilt.
    Das Prinzip des Zufalls ist für die meisten Menschen unerträglich, aber doch real.
    Ein Beispiel hierfür sind Opfer von Gewaltverbrechen.
    Was ihnen passiert ist ungerecht und es gibt hier keine ausgleichende Gerechtigkeit.
    Auch Lügen Erfolgsversprechensgeschichten.
    Hier spielt der Zufall eine sehr wichtige Rolle.
    Es können zwei Personen genau das Gleiche tun, der eine hat damit Erfolg, der andere nicht.
    Warum?
    Der Zufall hilft, dass der eine genau zum passenden Zeitpunkt am richtigen Ort ist und er andere nicht.
    Ich habe dazu einmal einen Artikel geschrieben.
    https://frugallydiva.wordpress.com/2020/09/11/bucher-die-nie-geschrieben-wurden/

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