Warum Sie keine Gehaltserhöhung bekommen

Die Frage nach mehr Gehalt ist ein Thema, das uns alle beschäftigt. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Gehaltserhöhung? Wann frage ich meinen Chef? Und die wohl viel wichtigere Frage ist, wie frage ich meinen Chef?

Photo by Karolina Grabowska on Pexels.com

Die meisten Menschen befassen sich mit den falschen Fragen. Sie machen sich Gedanken über ein „Wie frage ich meinen Chef nach mehr Gehalt? Wann ist der beste Zeitpunkt, ihn mit diesem Thema zu konfrontieren.?Wieviel darf ich verlangen ohne unverschämt zu klingen?“ Allerdings ist die eigentliche Frage, mit der sich die Menschen befassen sollten, die folgende.

Warum sollte mir mein Chef eine Gehaltserhöhung geben?

Wenn sich Menschen Gedanken über das Thema Gehaltserhöhung machen, denken sie oft daran, dass die letzte Gehaltserhöhung schon lange her ist. Sie denken auch oft, dass sie nun eine verdient haben, da sie ja schon so lange im Unternehmen sind. Es kommen auch Gedanken auf wie „Ich mache meinen Job gewissenhaft, gut und bin selten krank“. Zu all diesen Punkten kann ich nur sagen „Gratulation!“, aber dafür wurden Sie eingestellt und dafür beziehen Sie ja auch Gehalt.

Die Frage, die sich aber die Allerwenigsten stellen, ist „Was könnte meinen Chef bewegen mir eine Gehaltserhöhung zu geben?“ Ich meine damit für Ihre jetztige Leistung bekommen Sie ja schon eine Gegenleistung. Ob diese jetzt zu 100 % fair ist, lassen wir mal im Raum stehen. Dieses Gehalt haben Sie ausgehandelt und das ist nun mal der Status Quo. Welchen Mehrwert für das Unternehmen oder für Ihren Chef bringen Sie nun mit um eine Gehaltserhöhung zu rechtfertigen? Sie erhalten ja auch keine extra Tomaten, nur weil Sie schon lange bei dem Supermarkt an der Ecke einkaufen.

Mehr Leistung bedeutet mehr Gehalt

Wenn ein Mensch mehr Gehalt möchte, muss er auch mehr leisten – so einfach ist das. Damit ist nicht gemeint, dass er von einer 40 Stunden Woche auf 50 Stunden Woche aufstocken soll, sondern dass er dem Unternehmen einen zusätzlichen und sinnvollen Mehrwert bringt als bisher. Das kann bedeuten, dass er mehr Verantwortung für das Unternehmen übernimmt. Das kann auch heißen, dass er versucht, Prozesse zu vereinfachen. Oder er wird ein Experte in seinem Bereich und macht sich somit weitestgehend unersetzbar. Man muss einfach über den Tellerrand hinausschauen. Kurz gesagt, wenn man immer dasselbe tut, wird man auch immer dasselbe Gehalt erhalten. Man muss kreativ werden und sich in die Lage von dem Chef versetzen. Was würde ihn dazu bewegen, mehr Gehalt zu bezahlen?

So sind Sie gut vorbereitet

Ich habe oft erlebt, wie Menschen enttäuscht aus einer Gehaltsverhandlung nach Hause geschickt wurden. Das lag meistens an der schlechten Vorbereitung und an der Tatsache, dass der Chef nicht überzeugt davon war, dass dieser Kandidat auch mehr Gehalt verdient. Jeder kennt die Aussagen „Im Moment ist leider kein Budget da für Gehaltserhöhungen“, „Das Unternehmen muss leider den Gürtel enger schnallen, somit sind leider Gehaltserhöhungen derzeit nicht drin“, „Gehaltserhöhung – machen Sie Witze? Sie können froh sein, dass Sie in diesen Zeiten noch einen Job haben“.

Wenn Sie zu Ihrem Chef gehen und plump fragen, ob Sie eine Gehaltserhöhung bekommen, wird er wahrscheinlich auch plump antworten mit Nein. Daher müssen Sie sich auf so ein Gespräch gut vorbereiten. Die Vorbereitung beginnt allerdings schon Monate vorher.

1. Sammeln Sie Gründe, die für Sie sprechen

Sie sollten schon einige gute Gründe im Peto haben, wenn Sie zu Ihrem Chef gehen. Das bedeutet, Sie sollten schon einiges geleistet haben und das vor dem Gespräch. Von Versprechen in der Zukunft kann sich Ihr Chef genauso wenig kaufen wie Sie, wenn er Sie dann ebenfalls in die Zukunft vertröstet. Schreiben SIe alle Punkte und Bereiche auf, in denen Sie einen hervorragenden Job machen. Im Idealfall sind diese Punkte auch klar messbar. SIe müssen klar von der Masse hervorstechen. Sind Sie wie jeder andere erhalten Sie auch genauso Gehalt wie jeder andere.

2. Machen Sie sich unersetzbar

Wie bei jeder Verhandlung ist auch eine Gehaltsverhandlung eine Art Machtkampf. Der Stärkere gewinnt immer. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es der Chef sein muss, der die Oberhand hat. Wenn Sie wissen, was Sie können und wenn Sie das, was Sie tun, besser machen als kein anderer oder Sie Experte in dem sind, was Sie tun, machen Sie es dem Chef schwer, Sie zu ersetzen. Es muss dem Chef im wahrsten Sinne des Wortes wehtun, wenn Sie das Unternehmen verlassen würden. Jede Kündigung und Neubesetzung eines Mitarbeiters ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Wenn dieser Mitarbeiter auch noch ein Experte war, sind die Kosten sogar noch höher. Somit wird sich der Chef es sicherlich zweimal überlegen, ob er es riskiert Sie zu verlieren wegen des Themas Gehalt.

Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com
3. Kennen Sie Ihren Marktwert

Sie müssen wissen, was Sie Wert sind. Wenn Sie das nicht wissen, wie soll Ihr Chef oder sonst jemand Ihren Wert kennen. Hier ist es sinnvoll sich auf Xing oder Linkedin (socialmedia Plattformen für Verwaltung von beruflichen Kontakten) einen Account zu erstellen und sich mit Kollegen in anderen Unternehmen zu vernetzen. Somit erhalten Sie einen Einblick auf den Markt und erfahren mehr darüber, wo Sie eigentlich stehen. Hinzukommt, dass auf diesen Plattformen einige Personaler / Headhunter unterwegs sind. Durch diese Personaler bekommen Sie selbstständig Angebote für Postionen für Unternehmen, die Sie betreuen. Somit erhalten Sie auch einen Einblick, ob Ihr Gehaltswunsch realistisch ist oder nicht.

4. (Wenn möglich) Kommen Sie nicht mit leeren Händen

Wie oben schon beschrieben, kennen Sie Ihren Marktwert. Wie kann man besser seinen Marktwert einschätzen als mit konkreten Angeboten. Bewerben Sie sich und nennen Sie Ihr ruhig Ihren Gehaltswunsch. Man kann erst wissen, ob das Gehalt zuviel verlangt ist, wenn es keiner bezahlen möchte. Daher riskieren Sie es. Wenn Sie dann auch noch ein Angebot von einem anderen Unternehmen haben, das bereit ist Ihnen das Gehalt zu bezahlen und eventuell noch andere Vorteile mit sich bringt. Dann haben Sie definitiv eine gute Verhandlungsbasis bei dem Gehaltsgespräch.

Es muss ja nicht immer Geld sein

Viele denken bei einer Gehaltsverhandlung muss es sich immer um Geld drehen. Dabei gibt es auch Geldwerte Vorteile. Das kann sich von Essensgutscheinen bis zu einem Firmenwagen erstrecken. Jeder Euro, den Ihr Chef Ihnen Netto mehr bezahlt muss er auch zusätzlich mit Sozialabgaben und Sozialversicherungen abrechnen. Somit sind es eventuell nur 200 €, die auf Ihrem Konto landen, aber für Ihren Chef sind es mehr als 500€, die er überweisen muss. Somit ist ein Pendler Bahnticket für 150€ zur Arbeit eine viel kostengünstigere Alternative als eine gleichhohe Gehaltserhöhung. Auch regelmäßige Anschaffungen wie ein neuer Fernseher oder Laptop kann der Chef besser von der Steuer absetzen und kostet ihm weniger als eine für den Mitarbeiter gleichbedeutende Gehaltserhöhung.

Fazit

Alle wollen eine, aber die wenigsten erhalten eine. Gehaltsverhandlung um eine Gehaltserhöhung enden meist nie besonders gut. Denn die Menschen stellen sich meist die falschen Fragen und sehen nicht das große Ganze. Die Frage, warum der Chef mehr Gehalt zahlen soll, wird meist nicht oder nur dürftig beantwortet. Auch die Vorbereitung für so ein Gespräch ist meist nicht ausreichend bis gar nicht vorhanden. Viele möchten mehr Gehalt bei derselben Leistung das wiederum ist nicht sehr attraktiv für den Chef. Daher muss man sich, bevor man um eine Gehaltserhöhung bittet, einige wichtige Punkte beachten.

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Über den Autor

Mein Name ist Ümit Kocyigit und ich beschäftige mich bereits mehr als 10 Jahre lang mit Vertrieb, Psychologie und Menschenführung. Durch ein vielseitiges und abwechslungsreiches Leben entwickelte ich mich stetig weiter und möchte mein Wissen mit Ihnen teilen. Als Führungskraft, Manager und Koordinator motiviere ich jeden Tag Menschen und versuche das Beste aus Ihnen rauszuholen. In meiner Laufbahn arbeitete ich für einige Großkonzerne und habe viele Jahre Erfahrung in der Selbstständigkeit sammeln können.

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